Umwandlung von Zeiten tatsächlicher Inanspruchnahme innerhalb der Rufbereitschaft in Zeitgutschrift auf Arbeitszeitkonto

Bundesarbeitsgericht und Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz bestätigen Auffassung von MMV

Zeiten tatsächlicher Inanspruchnahme innerhalb der Rufbereitschaft können nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) nur einmal in Zeitgutschrift umgewandelt (faktorisiert) und auf das Arbeitszeitkonto gebucht werden. Nach erfolgreicher Revision durch MMV beim Bundesarbeitsgericht in Erfurt in dem bundesweit beachteten Verfahren (wir haben berichtet), hat sich dem nun auch das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in seinem am 14.01.2021 bekannt gegebenen Urteil vom 03.11.2020 angeschlossen, BAG, Urteil vom 30.10.2019, Az.: 6 AZR 581/18 (8 Sa 35/18); LAG RP, Urteil vom 03.11.2020, Az.: 6 Sa 46/20.

Fundstellen:

BAG, 30.10.2019, 6 AZR 581/18 = ZTR 2020, 144-147 (red. Leitsatz und Gründe); ZBVR online 2020, Nr 3, 19-21 (red. Leitsatz und Gründe); AP Nr 2 zu § 8 TV-L (red. Leitsatz und Gründe); EzTöD 200 § 8 TV-L Rufbereitschaftsentgelt Nr 1 (red. Leitsatz und Gründe); BB 2020, 499 (red. Leitsatz); AP-Newsletter 2020, 45 (red. Leitsatz); EzA-SD 2020, Nr 4, 10 (red. Leitsatz); ArbuR 2020, 140 (red. Leitsatz); öAT 2020, 55 (red. Leitsatz, Kurzwiedergabe); FA 2020, 113 (red. Leitsatz); PersR 2020, Nr 4, 45 (red. Leitsatz); AuA 2020, 490 (red. Leitsatz, Kurzwiedergabe); ZfPR online 2020, Nr 10, 28 (red. Leitsatz). LAG Rheinland-Pfalz Urt. v. 3.11.2020 – 6 Sa 46/20, BeckRS 2020, 41181, Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen (BAG, Beschluss vom 15.04.2021 – 6 AZN 129/21).

 

Rudolf Krechel, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Verwaltungsfachwirt